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Einkaufserlebnis mit Gamification

Digitale Aktivierungen am Point of Sale

Der Point of Sale ist mehr als der Ort, an dem ein Kauf abgeschlossen wird. Hier treffen Produkte, Marken und Kund:innen unmittelbar aufeinander. Genau deshalb bietet der stationäre Handel Möglichkeiten, die ein reiner Online-Shop nicht hat: Menschen können Produkte sehen, anfassen, ausprobieren – und direkt mit einer Marke interagieren.

Digitale Aktivierungen können dieses Einkaufserlebnis erweitern. Ein Glücksrad, ein Produktquiz, eine interaktive Beratung oder ein digitaler Coupon schafft einen zusätzlichen Kontaktpunkt zwischen Aufmerksamkeit und Kauf.

Dabei geht es nicht darum, jede Verkaufsfläche in ein Spiel zu verwandeln. Entscheidend ist, ob die Interaktion zum Produkt, zur Situation und zum gewünschten nächsten Schritt passt.

Vom Verkaufsort zum interaktiven Touchpoint

Ein gutes Einkaufserlebnis entsteht aus vielen kleinen Kontaktpunkten. Orientierung, Produktpräsentation, Beratung, Service und Atmosphäre spielen zusammen. Digitale Interaktion kann einen weiteren Baustein hinzufügen und Kund:innen selbst aktiv werden lassen.

Gamification ist dafür eine Möglichkeit. Kund:innen können an einer Challenge teilnehmen, ein Glücksrad drehen oder ihr Wissen über ein Produkt testen. Ebenso denkbar sind interaktive Produktberatungen, Konfiguratoren oder digitale Informationsanwendungen, die ganz ohne Spielmechanik auskommen.

Damit unterscheidet sich dieser Ansatz vom allgemeinen Gamification Marketing: Am Point of Sale liegt die nächste Handlung besonders nah. Eine digitale Aktivierung kann direkt zu einem Produkt, einem Gutschein oder einer Beratung führen.

Mehr über den übergeordneten Ansatz erklären wir auch im Beitrag zu Erlebnismarketing.

Wenn digitale und physische Welt zusammenkommen

Besonders interessant wird ein interaktives Einkaufserlebnis, wenn die digitale Experience nicht für sich allein steht. Ein Gewinn kann als Coupon auf dem Smartphone landen. Ein Produktquiz kann anschließend eine passende Empfehlung anzeigen. Eine Promotion kann Menschen zunächst spielerisch aktivieren und danach direkt zur Aktionsfläche führen.

Beim EDEKA Glücksrad auf dem HSV-Volksparkfestival wurden beispielsweise digitale und physische Gewinne miteinander verbunden. Ein Teil der Preise wurde direkt vor Ort ausgegeben, andere Gewinne landeten als Aktionscode auf dem Smartphone und konnten später in der EDEKA App eingelöst werden. Die Aktivierung endete damit nicht am Screen, sondern führte in einen späteren Einkauf weiter.

Für den Lebensmittelhandel gehen wir im Beitrag Supermarkt-Gamification noch detaillierter auf solche Mechaniken, Couponing und technische Integration ein. Der Gedanke lässt sich aber ebenso auf Shopping-Center, Markenstores, Pop-up-Flächen oder andere Verkaufsorte übertragen.

Welche Aktivierungen passen zum Point of Sale?

Eine gute POS-Aktivierung muss schnell verständlich sein. Kund:innen sind in der Regel nicht an den Verkaufsort gekommen, um zunächst eine komplizierte Spielanleitung zu lesen. Deshalb funktionieren einfache Interaktionen oft besonders gut.

Digitale Glücksräder eignen sich für Promotions und Sofortgewinne. Quizze können Produktwissen vermitteln. Kurze Reaktions- oder Geschicklichkeitsspiele schaffen Aufmerksamkeit und Wettbewerb. Interaktive Produktberatungen können Kund:innen dabei helfen, aus mehreren Varianten eine passende Auswahl zu treffen.

Auch die Hardware sollte zur Situation passen. Ein Touchscreen eignet sich für einen festen Aktionspunkt, ein großes Display schafft Sichtbarkeit aus der Entfernung und das eigene Smartphone ermöglicht eine persönliche Experience ohne zusätzliches Eingabegerät.

Mehr zu den Möglichkeiten zeigen wir auf unserer Seite zum interaktiven Einkaufserlebnis am Point of Sale.

Vom Mitmachen zum nächsten Schritt

Der größte Mehrwert entsteht häufig nach der eigentlichen Interaktion. Ein Spiel allein kann unterhalten, aber erst die Verbindung mit Produkt, Coupon oder Information macht daraus einen relevanten Bestandteil der Verkaufsaktivierung.

Mögliche nächste Schritte sind ein digitaler Gutschein, eine Produktinformation, ein Aktionscode, eine Gewinnspielteilnahme oder ein Hinweis auf eine konkrete Fläche im Store. Welche Variante sinnvoll ist, hängt vom Ziel ab.

Auch die Messbarkeit sollte dazu passen. Spielstarts und Teilnahmen zeigen, wie stark die Aktivierung genutzt wurde. CTA-Klicks, ausgegebene Coupons oder Einlösungen zeigen dagegen, ob aus der Interaktion eine weitere Handlung entstanden ist.

Einkaufserlebnisse mit Screenable

Bei Screenable entwickeln wir Marketing Games und interaktive Markenerlebnisse für Verkaufsflächen, Promotions und Shopping-Center.

Gemeinsam mit unseren Kund:innen betrachten wir, wo die Aktivierung stattfinden soll, welche Produkte oder Botschaften im Mittelpunkt stehen und welcher nächste Schritt sinnvoll ist. Daraus entsteht die passende Experience – vom digitalen Glücksrad über ein Produktquiz bis zur individuellen interaktiven Anwendung.

Die Aktivierung kann über Smartphone, Touchscreen oder große Displays funktionieren und mit Gutscheinen, Produktinformationen oder weiteren Call-to-Actions verbunden werden.

Fazit

Ein interaktives Einkaufserlebnis verbindet den physischen Verkaufsort mit digitaler Beteiligung. Kund:innen betrachten eine Aktion nicht nur, sondern können selbst etwas ausprobieren, entscheiden oder gewinnen.

Entscheidend ist dabei nicht, möglichst viele digitale Elemente einzubauen. Gute POS-Aktivierungen sind einfach, passen zur Einkaufssituation und führen sinnvoll zum nächsten Schritt.

So wird aus einer Verkaufsfläche ein Touchpoint, an dem Marke, Produkt und Interaktion zusammenkommen.