Event Gamification
Events schaffen etwas, das sich digital nur schwer nachbilden lässt: Viele Menschen erleben im selben Moment dieselbe Situation. Genau darin liegt die Stärke von Event Gamification. Statt eine Marke nur auf einem Screen, Banner oder Sponsoring-Element zu zeigen, werden Besucher:innen selbst Teil der Aktivierung.
Sie beantworten Fragen, treten in einer Challenge gegeneinander an, drehen ein digitales Glücksrad oder steuern ein Spiel über das eigene Smartphone. Aus einem Sichtkontakt entsteht eine Handlung – und aus der Handlung kann ein gemeinsamer Markenmoment werden.
Event Gamification ist deshalb nicht einfach „ein Spiel auf einer Veranstaltung“. Entscheidend ist, wie gut die Interaktion in den Ablauf des Events passt und was anschließend passieren soll.
Was ist Event Gamification?
Event Gamification bezeichnet den Einsatz spielerischer Mechaniken auf Veranstaltungen, Promotions, Sportevents oder anderen Live-Formaten. Typische Beispiele sind Quizze, Reaktionsspiele, Highscore-Challenges, digitale Glücksräder oder Multiplayer-Games.
Die Besonderheit gegenüber einer reinen Online-Kampagne liegt im gemeinsamen Moment. Menschen befinden sich bereits an einem Ort, es gibt eine bestehende Dramaturgie und häufig auch Screens, Moderation oder Wartezeiten, die sich für eine Aktivierung nutzen lassen.
Dabei muss die Mechanik nicht kompliziert sein. Gerade auf Events funktionieren Formate gut, die innerhalb weniger Sekunden verstanden werden. Ein QR-Code führt direkt zur Teilnahme, ein Buzzer startet eine Challenge oder ein großer Screen zeigt sofort, was zu tun ist.
Wer zunächst die Grundlagen verstehen möchte, findet sie in unserem Beitrag zu Gamification.

Der richtige Moment ist wichtiger als das größte Spiel
Eine gute Event-Aktivierung setzt dort an, wo Aufmerksamkeit ohnehin vorhanden ist. Das kann eine Halbzeitpause, der Einlass, eine Wartephase, eine Promotionfläche oder ein Programmpunkt sein. Statt erst ein Publikum aufbauen zu müssen, nutzt die Aktivierung einen vorhandenen Moment.
Beim Doppelherz Arena Quiz bei der SG Flensburg-Handewitt geschieht genau das. In der Halbzeit erscheint ein QR-Code auf der Anzeigefläche, das Quiz öffnet sich direkt auf dem Smartphone und 500 bis 800 Personen spielen pro Heimspiel gleichzeitig mit. Über zwei Saisons kamen so rund 17.000 Teilnahmen zusammen.
Beim EDEKA Glücksrad auf dem HSV-Volksparkfestival war die Situation völlig anders. Dort ging es darum, zwischen vielen Angeboten auf dem Festivalgelände einen sichtbaren Aktionspunkt zu schaffen. 462 Personen drehten insgesamt 532 Mal am digitalen Glücksrad. Ein Teil der Gewinne wurde direkt ausgegeben, andere Gewinne wurden als Aktionscode auf das Smartphone übertragen und konnten später in der EDEKA App eingelöst werden.
Beide Beispiele nutzen Gamification, aber mit unterschiedlichen Aufgaben. In der Arena geht es um einen gemeinsamen Sponsoring-Moment. Auf dem Festival verbindet das Glücksrad Aufmerksamkeit, Gewinn und einen späteren Kontakt mit der Marke.
Technik, Einstieg und Call-to-Action
Welche Technik sinnvoll ist, hängt vom Veranstaltungskontext ab. Ein Touchscreen eignet sich, wenn einzelne Besucher:innen nacheinander spielen. Buzzer oder physische Buttons funktionieren gut für kurze Duelle und Reaktionsspiele. Das eigene Smartphone ist besonders interessant, wenn viele Menschen gleichzeitig teilnehmen sollen oder wenn die Experience nach der Veranstaltung digital weitergehen soll.
Eine eigene App ist dafür oft nicht notwendig. Browserbasierte Anwendungen können direkt über einen QR-Code gestartet werden. Je geringer die Einstiegshürde, desto besser passt die Aktivierung zu einer spontanen Situation.
Ebenso wichtig ist der Abschluss. Nach dem Spiel kann ein Gewinn erscheinen, ein Coupon ausgespielt, eine Produktinformation geöffnet oder ein Kontakt angeboten werden. Das Game erzeugt den Moment – der passende nächste Schritt verbindet ihn mit dem Marketingziel.
Mehr zu den unterschiedlichen Möglichkeiten zeigen wir unter Event-Aktivierung und Funktionsweise.
Was lässt sich bei Event Gamification messen?
Digitale Aktivierungen machen mehr sichtbar als nur geschätzte Reichweite. Je nach Format lassen sich Spielstarts, abgeschlossene Teilnahmen, Ergebnisse, Highscores, Antwortverhalten oder die Zahl aktiver Teilnehmer:innen erfassen.
Wird die Aktivierung mit einem weiteren Schritt verbunden, können auch CTA-Klicks, Kontakte, Leads oder Coupon-Einlösungen relevant werden. Welche Kennzahl sinnvoll ist, hängt vom Ziel ab. Bei einem Arena-Quiz kann die Zahl der gleichzeitig aktiven Personen besonders aussagekräftig sein. Bei einer Promotion kann der Übergang vom Spiel zum Coupon wichtiger werden.
Deshalb gehört die Messbarkeit bereits in die Konzeption und nicht erst in die Auswertung nach dem Event.
Event Gamification mit Screenable
Bei Screenable entwickeln wir Marketing Games und interaktive Markenerlebnisse für Veranstaltungen, Sponsoring-Aktivierungen und Promotions. Gemeinsam mit unseren Kund:innen betrachten wir zunächst den Ablauf des Events, die Zielgruppe und das gewünschte Ergebnis.
Daraus entsteht die passende Interaktion – vom Live-Quiz über ein digitales Glücksrad bis zum individuell entwickelten Game mit Smartphone, Touchscreen oder Buzzer. Entscheidend ist nicht, möglichst viel Technik auf eine Veranstaltung zu bringen. Entscheidend ist, einen Moment zu finden, in dem Menschen gerne mitmachen und die Marke sinnvoll Teil des Erlebnisses wird.
Fazit
Event Gamification macht aus passiver Sichtbarkeit aktive Beteiligung. Besonders gut funktioniert sie, wenn Spielmechanik, Veranstaltung und nächster Schritt zusammenpassen.
Die zentrale Frage lautet deshalb nicht: Welches Spiel können wir aufstellen?
Sondern: Was sollen Besucher:innen in diesem Moment erleben – und was soll danach passieren?

